Jahreshauptversammlung

Am 25.2.2018 fand die Jahreshauptversammlung der St. Matthiasbruderschaft Neersen statt. Von den 290 Mitgliedern waren 60 anwesend. Zunächst fand ein Gottesdienst in der Pfarrkirche statt. In der anschl. Versammlung standen Berichte des Schriftführers, des Kassierers und der Kassenprüfer auf der Tagesordnung.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Die Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse. 1. Vorsitzender Heinz Dieter Nilkes, Wiederwahl, 1. Kassierer Heinz Jacobs, Wiederwahl, Beisitzer Werner Meerkemper und Kassenprüfer Heiner Heyes.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Änderungen bei der diesjährigen Wallfahrt zu Grab des Apostels Matthias in Trier vorgestellt und die bisherigen Planungen für das Jubiläumsjahr 2019 erläutert. Die Bruderschaft wurde am 24.2.1819 gegründet. Grund genug, im nächsten Jahr zu feiern.

 

Abschließend wurden die Termine für 2019 bekanntgegeben.

Nach der Jahreshauptversammlung gab es ein gemeinsames Mittagessen.

 


Bruderschaftsstab

Zur Wallfahrt gehört auch der Bruderschaftsstab, der vom Brudermeister als Zeichen seiner Verantwortung für die Pilgerinnen und Pilger während einer Wallfahrt getragen wird.

Bei einer Restaurierung eines unserer Stäbe, die wir jedes Jahr für die Wallfahrt nach Trier benutzen, wurde festgestellt, dass zwei unserer Bruderschaftsstäbe bereits über 200 Jahre alt sind.

Beide werden jetzt im Archiv unserer Gemeinde aufbewahrt.



Wallfahrt 2018

 

Die Fußwallfahrt 2018 zum Grab des Apostels Matthias nach Trier vom 8. bis 13. Mai steht unter dem Leitwort

„KOMMT UND SEHT“

Im Johannesevangelium wird erzählt, wie es zur ersten Begegnung der späteren Apostel mit jesus kam. Johannes der Täufer hatte Andreas und einen anderen Jünger auf Jesus hingewiesen. Da seien sie ihm nachgegangen.

"Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit ihm und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm" (Joh 1,35-39).

Jesus lud also Männer ein, mit ihm zu gehen. Sie vertrauten Jesus und folgten ihm. Daraus wurde für sie die einzigartige Beziehung zu Jesus. In diesem Geschehen und in den Worten Jesu ist das Stichwort für die Wallfahrt des Jahres 2018 verborgen: Vertrauen.

Vertrauen ist eine Haltung des Menschen, die für das Gelingen seines Lebens von entscheidender Bedeutung ist. Die Neigung dazu ist dem Neugeborenen in seiner Natur mitgegeben. Es kommt dann darauf an, wie seine Anlage entfaltet, gestärkt und gegen Enttäuschungen gesichert wird, damit er auf Dauer die Beziehung zu anderen Menschen eingehen und leben kann.

Es verwundert nicht, dass Vertrauen zu den Grundelementen der Beziehung des Volkes Israel zu seinem Gott Jahwe gehört und auch für den Glauben des Einzelnen an den Gott Abrahams. Jesus greift diese geheimnisvolle Dimension des Lebens immer wieder auf. So schon gleich zu Beginn seines Wirkens in der Anrede: Kommt und seht!

 

Das Thema des Vertrauens und das Leitwort "Kommt und seht!" werden auf der Wallfahrt gewiss eine gute Anregung geben für die Besinnung auf dem Pilgerweg und für die Gespräche untereinander.

 (Bruder Athanasius, Auszug aus dem Pilgerbrief 2017 Nr. 2)

 

Wallfahrt 2017

Wallfahrt nach Trier

 

Die St. Matthiasbruderschaft Neersen, die vor fast 200 Jahren gegründet wurde, pilgerte auch in  diesem Jahr zum Grab des Apostels Matthias nach Trier und es war eine der "wärmsten" Wallfahrten der letzten 40. Jahre, denn Temperaturen über 30 Grad waren schon eine Belastung für den Körper.

 

Vom 23. (dienstags) bzw. 25. Mai (donnerstags)  waren insgesamt 35 Pilgerinnen und Pilger zu Fuß unterwegs. Von Neersen ging es über das Nikolauskloster zur ersten Übernachtung nach Blatzheim. Die nächsten Übernachtungen waren in Blankenheimerdorf, Büdesheim, Kordel und Trier. Ca. 170 km legten die Diensttagspilger zu Fuß zurück.

Es wird immer wieder die Frage gestellt, warum pilgern Menschen heute noch?

Wallfahrt ist eine Weggemeinschaft, die auch respektiert, ja ermöglicht, ein Stück weit für sich allein, bei sich sein zu können, um im Gehen den Kontakt mit mir selbst zu suchen, mit all dem, was sich unverarbeitet angesammelt hat, was keine Chance hatte, weil der hilfreiche Rahmen fehlte. Wallfahrt fordert und fördert Leib und Seele gleichermaßen, ermöglicht mir eine Nähe zu mir selbst. Eine Nähe auch, die Wahrnehmungen zulässt, die im Alltag überlagert sind von Notwendigkeiten und Geschäftigkeit.

Noch etwas ist für viele, die sich aufmachen, weit ausschlaggebender. Sie schütten Gott ihr Herz aus. Sie tragen ihm vor, was es an Lebenslast zu tragen gilt, was es an Zumutungen im eigenen Leben auszuhalten gibt. Offensichtliches Leid und in der Seele verborgenes, Verletzungen und Wunden, die nicht heilen können. Schuld, die bedrückt, weil sie ohne Vergebung bleibt. Erfahrene Ablehnung und die bohrende Frage nach dem Warum. Nach dem Warum einer Krankheit, einer Trennung, eines Todes, Fragen, die ohne Antwort bleiben.

Dem Herrn sein Herz ausschütten – die oder der eine tut es verhalten, bei der oder dem anderen ist es wahrnehmbarer.

Erfahrung von stützender Weggemeinschaft, den eigenen Lebensweg anschauen, sich Zeit nehmen für das, was sonst zu kurz kommt, und einen Ort wissen, an dem ich Gott mein Herz ausschütten kann, das alles ist dem, der sich zur Wallfahrt aufmacht, wichtiger, als z.B. öffentlich für die Kirche Zeugnis abzulegen.

Zugleich aber ist all dies ein Zeugnis, ein Glaubenszeugnis, ein Zeugnis dafür, dass Gott für mich nicht jemand ist, dem ich etwas mitleidig lächelnd meiner Vergangenheit zurechne, meiner Kindheit, - nein, ich erfahre ihn als Stütze und setze auf ihn meine Hoffnung. Suche nach seinen Spuren gerade auch in all dem, was ich nicht verstehen kann, was mir Last und Zumutung, vielleicht auch zürnende Frage

 

Höhepunkt und Abschluss der diesjährigen Wallfahrt war wieder der festliche Gottesdienst auf dem Vorhof der Abtei St. Matthias am Sonntag um 10.00 Uhr. Hier waren mehrere Tausend Pilger versammelt.

Gemeinsam ging es nach einem gemeinsamen Frühschoppen zurück nach Neersen. Dort fand in der Pfarrkirche das Abschlussgebet statt.


Pilgerkreuz

Pilgerkreuz in Blankenheim

 

Das im Jahre 1981, auch auf Anregung des damaligen Pastors von Neersen und von Prälat Wolpers, von der St. Matthiasbruderschaft Neersen errichtete Pilgerkreuz in Blankenheim, Ortsteil Nonnenbach, ist seitdem Gebets- und Ruhepunkt für Pilger und Wanderer.

Das Kreuz wurde regelmäßig von Mitgliedern der Bruderschaft gestrichen und auch die kleine Grünanlage mit Zaun gepflegt.

Allerdings war es jetzt nach über 35 Jahren notwendig, eine große Restaurierung von Kreuz und Anlage durchzuführen, denn die Schäden waren insbesondere auch durch Witterungseinflüsse (steht freistehend auf einem Berg) nicht mehr im Rahmen der Pflegearbeiten zu beheben.

Dank finanzieller Unterstützung der Stiftung St. Mariä Neersen haben Mitglieder der Bruderschaft ehrenamtlich das schöne Holzkreuz einschl. Grünanlage und Zaun wieder in Ordnung gebracht.

Danke für das Engagement der Stiftung und den Helfern der St. Matthiasbruderschaft Neersen.

 

 

Advent- und Nikolausfeier

Auch in diesem Jahr fand die beliebte Advent- und Nikolausfeier der St. Matthiasbruderschaft Neersen im Pfarrzentrum St. Maria statt. Über 90 Mitglieder trafen sich zu einer "Rheinischen Kaffetafel", die von Frauen der Bruderschaft mit viel Liebe vorbereitet worden war.
Nachdem sich alle gestärkt hatten, wurde gemeinsam gesungen, unterstützt von Monika Jacobs mit ihrem Akkordion. Adventslieder, alte und moderne Weihnachtslieder und natürlich auch Nikolauslieder wurden begeistert mitgesungen. Auch ernste und lustige Geschichten wurden vorgetragen.
Höhepunkt war der Besuch des Nikolaus, Otto Busch, der eine Überblick über die Aktivitäten der Bruderschaft gab und ernste und hoffnungsfrohe Worte für die aktuelle Situation in unserem Land fand. Natürlich gab es auch für jeden Teilnehmer vom Nikolaus einen Weckmann.
Mit einem gemeinsamen Weihnachtslied endete die Feier.

 

Borussiapark

Am 30. Juli war es soweit. 25 Mitglieder der Bruderschaft und zwei Kinder besichtigten auf Einladung unseres Mitglieds Peter Krienen das Stadion von Borussia Mönchengladbach. Peter führte uns 2 Stunden durch das Stadion, erklärte die Einrichtungen und erzählte viele alte Geschichten. Nicht nur für Fussballanhänger ein tolles Erlebnis.

Anschl. gab es noch einen Umtrunk in der Sportsbar.

 

Pilger sind zurück

 

„Die St. Matthiasbruderschaft Neersen, die vor fast 200 Jahren gegründet wurde, pilgerte in diesem Jahr zum 40. Mal zum Grab des Apostels Matthias nach Trier.

 

Von 03. (dienstags) bzw. 05. Mai (donnerstags)  waren insgesamt 37 Pilgerinnen und Pilger zu Fuß unterwegs. Von Nersen ging es über das Nikolauskloster zur ersten Übernachtung nach Blatzheim. Die nächsten Übernachtungen waren in Blankenheimerdorf, Büdesheim, Kordel und Trier. Ca. 170 km legten die Diensttagspilger zu Fuß zurück.

Bei schönem Wetter (Regen nur dienstags) sind alle gut in Trier angekommen und konnten sich unterwegs mit dem diesjährigen Jahresthema "Mit Freude umgürtet" intensiv beschäftigen.

Höhepunkt und Abschluss der Wallfahrt war der festliche Gottesdienst auf dem Vorhof der Abtei St. Matthias am Sonntag um 10.00 Uhr. Hier waren mehrere Tausend Pilger versammelt.

Gemeinsam ging es nach einem gemeinsamen Frühschoppen zurück nach Neersen. Dort fand in der Pfarrkirche das Abschlussgebet statt.


Maiandacht

 

Über 40 Pilgerinnen und Pilger, Mitglieder der Nachbarschaft "Am Tanneböschke" und Gäste waren, trotz schlechten Wetters, bei der Maiandacht am 29.5.2015 an Marienstöckchen Virmondstr./ Mutschenweg.

Nach der Maiandacht, die von Heinz Dieter Nilkes gestaltet und von Monika Jacobs musilalisch begleitet wurde, fand noch ein gemütlichen Beisammensein im Hause von Hedwig und Hubert Gerhards statt.

Erst als der große Regen kam, endete das Beisammensein, dass in diesem Jahr zum 27-mal stattfand.

 

Pilgerland Eifel


Wanderland ist die Eifel in unserer Zeit längst geworden, Land der Pilger war sie schon immer.“ Dies schreibt der in Niederbachem bei Bonn wohnende Autor dieses neuen Werkes Dr. Walter Töpner in seinem Vorwort. Die Eifel steckt voller Wallfahrtsziele, doch viele von ihnen drohen in Vergessenheit zu geraten. Damit dies nicht geschieht, hat der Autor dieses Buch geschrieben, das eine Handreichung zur Entdeckung der Wege, der Ziele und der Traditionen sein will. Auch bedeutende Fernpilgerrouten führen durch die Eifel als Wallfahrts-Region. So durch­wandern die Jakobspilger deren schöne Landschaft auf ihrem langen Weg nach Frankreich und Spanien. Auch für die Aachener Heiligtumsfahrt und für die Matthias- oder Jodokuspilger gibt es wichtige Berührungspunkte zur Region. Dieses handliche Buch erklärt einfühlsam die vielen Wege und Ziele der Pilger, erklärt historische Hinter­gründe und hilft, Orte der Ruhe und Harmonie zu entdecken. Weit mehr als 100 hoch­wertige Farb­foto­grafien verführen dazu, sich selbst auf den Weg zu begeben.

 

Kartenmaterial hilft bei der Orientierung. Auszüge aus den Pilgertagebüchern des Autors und anderer Personen machen die Beschreibungen sehr lebensnah. In einer sehr persönlichen, dennoch sehr informativen Darstellung gibt dieses umfangreiche Werk erstmals einen Überblick über die wichtigsten Wallfahrtsziele in der Eifel; es geht zudem ein auf die Geschichte und Baukunst der außergewöhnlichen Eifelklöster Maria Laach, Bad Münstereifel, Prüm, Steinfeld, Himmerod, Maria Wald und Echternach. Unter den Fernwallfahrten werden erwähnt die Aachener Heiligtumsfahrt und Karlsfest, Kornelimünster und die Heiligtums­fahrt, Trier und die Matthiaspilger, Trier und die Hl. Rockpilger sowie die Jakobswege in der Eifel. Auch zahlreiche Lokale Wallfahrtsziele werden behandelt wie Langenfeld (St.-Jost und die Jodokuspilger), Fraukirch, der Karmelenberg, Kell, Hain, Kloster Calvarienberg Ahrweiler, Düren, Barweiler, Schankweiler, Weidingen, Auw an der Kyll, Klausen, Driesch, Martental, Orte der St. Brigida-Verehrung, Michelsberg, Decke Tönnes, Kreuz­weingarten und Berk.

Walter Töpner, Pilgerland Eifel. Wege und Wallfahrtsorte, 288 Seiten, Format: 17,3 x 17,3 cm, Softcover, gebunden, durchgehend farbig gedruckt auf hochwertigem, starken Bilderdruckpapier, Regionalia Verlag Rheinbach, 2013, ISBN 978-3-95540-109-2, € 14,95.

 Mit der Landschaft der Eifel verbinden sich sehr unterschiedliche Eindrücke, die sie zu einem Land der Pilger prägen. Herbheit, Schönheit, Weitblick von den Höhen und Aufblick aus den bewaldeten Tälern, all dies und noch viel mehr ist die Eifel zugleich. In so manchem Ort, der verträumt und vergessen an einem Pilgerweg liegt, scheint die Zeit stehen geblieben und die Vergangenheit noch lebendig. Seine Erfahrungen als Pilger in der Eifel fasst er so zusammen: „Und noch etwas gibt es in der Eifel, wonach sich Pilger sehnen: Den Wind und die Einsamkeit. Denn oft weht der Wind, in Sommertagen manchmal angenehm kühlend, im Herbst und Winter pfeift er einem zuweilen wild um die Ohren. Aber zu welchen Jahreszeiten man auch immer die Eifel durchwandert, die Weite und die Unberührtheit der Landschaft wird immer als kostbar erlebt.“

Dr. Töpner ist ein ausgewiesener Kenner der Pilgermaterie und hat unterwegs langjährige Wegefahrungen als Pilger gemacht. Er schrieb bereits drei Bücher über Jakobswege in Deutschland und Frankreich. 1988 legte er in sechs Jahresetappen zu Fuß den Weg von Köln nach Santiago de Compostela zurück. Von 1988 bis 2000 folgte er von Bonn bis Magdeburg den Spuren der Jakobspilger und ging später als Matthias-Pilger nach Trier. Er studierte in Würzburg und war in verschiedenen Bundesministerien in Bonn tätig.

 

Was ist eigentlich eine Matthiasbruderschaft?

 

Die Erzbruderschaft des hl. Matthias ist ein Zusammenschluss von an die 160 Wallfahrtsgruppen, die jedes Jahr zum hl, Matthias nach Trier kommen. Sie gliedert sich in fünf Bezirke: Eifel, Rur, Mittelrhein, Niederrhein und Schwalm-Niers. Man unterscheidet zwischen Bruderschaften und Pilgergruppen. Die ersteren bilden sich durch persönliche Mitgliedschaft, während die Pilgergruppen eine losere Verbindung von Pilgern um eine Kerngruppe darstellen. Mitpilgern dürfen - und das muss deutlich bleiben - alle, die sich dafür interessieren. 

Zweimal im Jahr besucht der Pilgerpfarrer die fünf Bezirke und trifftdort die Verantwortlichen (meistens Brudermeister genannt). In jedem Jahr steht ein bibliches Wort über der Wallfahrt, das jeweils im Herbst vom Pilgerpfarrer auf deb Bruderschaftstagen (Besinnungstag) der fünf Bezirke vorgestellt wird. In der Abtei St. Matthias in Trier finden das Jahr über verschiedene Treffen Treffen statt, zu denen diejenigen eingeladen werden, die in ihren Gruppen verantwortliche Aufgaben wahrnehmen, oder bei der geistlichen Vorbereitung der Wallfahrt engagiert sind. In den letzten Jahren haben sich in vielen Gruppen kleine Vorbereitungskreise gebildet, die die Wallfahrt geistlich vorbereiten und gestalten.